Literarischer Salon Ekke Maaß - Flyer -
Schönfließer Straße 21, 10439 Berlin, Hinterhaus Parterre links
Kontakt E. Maaß, mobil/WhatsApp +491711773543 | mail: d-k-g@gmx.net
E I N L A D U N G
zum Salon am Samstag, 25. April 2026, 19 Uhr,
mit György Dalos, Guntolf Herzberg und Tigran Sargsyan
● Guntolf Herzberg: Rudolf Bahros Gefängnisschriften, Nomos Verlag, 2026
Rudolf Bahro hatte seine Kritik des real existierenden Sozialismus der DDR 1977 in der Bundesrepublik veröffentlicht und war wegen des „landesverräterischen Sammelns von Nachrichten“ zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Buch beschreibt den wohl verlogensten Strafprozess der Honecker-Diktatur sowie die Haftzeit Bahros. Gegen alle Schikanen verfasste er in seiner Zelle eine Vielzahl politischer Texte, die hier erstmals veröffentlicht werden. Die Gespräche mit seinem Rechtsanwalt Gregor Gysi vertiefen das Wissen über Bahros Haft.
● György Dalos: Vorstellung seiner Bücher Das System Orbán: Die autoritäre Verwandlung Ungarns, bearbeitet von Elsbeth Zylla. Verlag C. H. Beck, 2022, und Neutralität und Kaiserschmarrn – Eine Geschichte Österreichs seit 1945. Übers. v. Elsbeth Zylla. Verlag C. H. Beck, 2025, und Bericht von seinen jüngsten Reisen nach Ungarn.
● Tigran Sargsyan spielt die Transcendental-Etüde Nr. 10 in f-moll und die Consolation Nr. 3 in Des-Dur von Franz Liszt und zum Gedenktag der Armenier Stücke armenischer Komponisten.
Guntolf Herzberg (*1940) studierte an der Humboldt-Universität Philosophie, Physik und Geschichte und arbeitete an der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1973 erhielt er wegen „nichtgenehmigter Diskussionskreise“ Berufsverbot und wurde politisch verfolgt. Er war ein enger Vertrauter Rudolf Bahros und konspirativer Lektor seines Buches Die Alternative. 1985 reiste er nach Westberlin aus, wurde Mitglied der „Grünen“ und spielte u. a. am Zentralen Runden Tisch Wissenschaft in Ost-Berlin eine wichtige Rolle bei der Wiedervereinigung.
György Dalos (*1943) ist ein ungarischer Schriftsteller und Historiker. Er studierte fünf Jahre an der Moskauer Lomonossow-Universität Geschichte und gehört zu den Mitbegründern der oppositionellen Demokratiebewegung in Ungarn. Seit 1984 lebt er vorwiegend in Deutschland. Er arbeitete an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen, war Leiter des Hauses Ungarn in Berlin und 1999 Koordinator des Themenschwerpunktes „Ungarn“ der Frankfurter Buchmesse. Die Liste seiner Buchveröffentlichungen ist so lang, dass ich empfehle, sie im Internet nachzulesen.
Tigran Sargsyan (*1985) ist ein großartiger armenischer Pianist und Musikdozent. Als seine Homosexualität bekannt wurde, verlor er seine Arbeitsmöglichkeit, wurde in der Öffentlichkeit angegriffen und floh nach Deutschland. Trotz seiner wegen fehlender Arbeitserlaubnis unbezahlten Konzerte in den bekanntesten deutschen Konzerthäusern ringt er um sein Bleiberecht in Deutschland.
Wie immer gibt es Chatschapuri und georgischen Wein. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie gilt als Einverständnis, dass auf der Veranstaltung Fotos und Videos gemacht werden dürfen für die Öffentlichkeitsarbeit des Salons. Ich empfehle eine baldige Anmeldung, weil der Platz im Salon begrenzt ist, und bitte bei kurzfristiger Verhinderung um eine Absage.
Ekke Maaß
Rundreise nach Aserbaidshan vom 6. bis 19. Oktober 2026 (Programm)
Rundreise nach Georgien vom 6. bis 20. September 2026 (Programm), ist bereits ausgebucht
Die Kosten für beide Reisen betragen je 2.200 Euro/ Einzelzimmer-Zuschlag 350. Wer sich dafür interessiert, dem schicke ich gern das ausführliche Reiseprogramm und die Anmeldung per Mail zu. Weil die Reisen begehrt sind, empfehle ich eine baldige Entscheidung.
Dokumente:
Festrede am 3. Oktober in meiner Heimatstadt Naumburg/Saale (Link)
Interview zum Krieg in der Ukraine für die Berliner Zeitung vom 3. März 2022 (Link)
Statement zum Verbot von Memorial und dem Krieg in der Ukraine bei der Bundeszentrale für politische Bildung
https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/345509/russlands-rueckfall-in-finsterste-zeiten/
Interview mit dem Ministerpräsidenten der tschetschenischen Exilregierung Achmed Sakajew
https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/508066/russland-wird-sich-nach-putin-aendern/
Von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa wurde das Ausstellungsprojekt "fluchtzeiten - 25 Jahre Deutsch-Kaukasische Gesellschaft" gefördert. Die Ausstellung kann angefragt und das Buch u. a. im Salon erworben werden:
https://www.lukasverlag.com/programm/titel/575-fluchtzeiten.html
Programmangebote:
Liedkonzerte/Zeitzeugenbericht zur Geschichte der DDR und des Literarischen Salons
mit Liedern von Goethe, Heine, Brecht, Wolf Biermann und Bulat Okudshawa zu Harmonium und Gitarre
Für Schüler- und Besuchergruppen bis zu 60 Personen im Salon,
oder in Verbindung mit einer festlichen Tafel für bis zu 20 Personen
Vorträge zu Georgien: Georgien und der Kaukasus im Spannungsfeld zwischen Imperium, Nationalstaat, Minderheiten oder
Das Agentengesetz - die Wahlen in Georgien: Rechtstaat oder Autokratie?